Forststraßen – Zugänge in unseren Wald

Waldwege werden gebaut, damit der Wald bewirtschaftet werden kann (Foto: R. Mayer).

Querfeldein, über Stock und Stein – das ist im Wald meist nicht nötig. Forststraßen, auch Waldwege genannt, ermöglichen uns den Zugang. Auf ihnen können wir wandern, radeln, Sport treiben. Aber eigentlich werden sie gebaut, damit der Wald bewirtschaftet werden kann. Wer die Waldwege baut und was so ein Waldweg kostet erklärt uns Maximilian Leutenbauer, Revierleiter am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Miesbach und Wegebauberater für die Forstverwaltung Oberbayern.

Waldwege werden vom Grundstückseigentümer, also dem Waldbesitzer gebaut. Das kann beispielsweise der Freistaat Bayern sein, aber auch Kommunen oder private Waldbesitzer bauen Forststraßen. Sie dienen in erster Linie der Erschließung des Waldes zu seiner Bewirtschaftung. Damit ist die Holzernte – auch in abgelegenen Gebieten – erst möglich. Weiterhin werden Waldwege genutzt um die Waldbestände zu pflegen und zu überwachen. Nur in einem erschlossenen Wald kann z.B. eine Massenvermehrung des Borkenkäfers rechtzeitig erkannt und bekämpft werden. Und nur auf den Forststraßen ist es Rettungskräften im Ernstfall möglich, schnelle Hilfe bei einem Unfall zu leisten. Ein positiver Nebeneffekt für uns alle ist, dass wir auf diesen Waldwegen wandern, walken, radeln, … uns einfach erholen können. Allerdings ist der Bau einer Forststraße nicht billig. Die Kosten sind abhängig von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Beschaffenheit des Untergrundes, der Lage oder der Transportentfernung des Materials und variieren stark. Aber davon sollten sich Waldbesitzer nicht abschrecken lassen, denn beim Wegebau ist eine staatliche Förderung möglich. Informationen dazu gibt es am zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

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