Fuchsbandwurm

Der Fuchsbandwurm selbst wird nur drei Millimeter lang und etwa einen Millimeter dick (Foto: CDC, wikipedia).

Der Fuchsbandwurm selbst wird nur drei Millimeter lang und etwa einen Millimeter dick (Foto: CDC, wikipedia).

Sie sind winzig und in 90 Prozent der FĂ€lle auch kein Problem: die Eier des Fuchsbandwurms. Sie mĂŒssen vom Menschen ĂŒber den Mund aufgenommen werden und bei den restlichen 10 Prozent kann der Fuchsbandwurm zu einem ernsthaften Problem werden. Wo genau das der Fall sein kann, was dagegen getan wird und wie man sich am besten schĂŒtzt erklĂ€rt uns Andreas König, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Wildbiologie und Wildtiermanagement an der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen.

Der Fuchsbandwurm selbst wird nur drei Millimeter lang und etwa einen Millimeter dick. Normalerweise parasitiert er FĂŒchse, Hunde und Katzen. Diese scheiden die Eier mit dem Kot aus. MĂ€use dienen als Zwischenwirt. Wenn der Fuchs die Maus frisst, schließt sich der Kreislauf. Vor allem im sĂŒdlichen Mitteleuropa gibt es hohe Befallsraten. Hier sind 30, in Oberbayern auch 50 Prozent der Fuchspopulation befallen. In dicht besiedeltem, stadtnahem Umfeld kann auch der Mensch infiziert werden. Bei 90 Prozent der Menschen, die die Eier aufnehmen, wird das Immunsystem selbst mit dem Parasit fertig. Nur bei etwa zehn Prozent der infizierten Personen wird der Fuchsbandwurm zum Problem. Er befĂ€llt die Leber und fĂŒhrt im Laufe von mehreren Jahren zu klinischen Symptomen wie Gelbsucht oder diffusem OberbauchdrĂŒcken. Tauche diese Symptome auf, ist die Leber in der Regel bereits ruiniert und man kann auch operativ nur noch sehr wenig machen. Effektiv bekĂ€mpft wird der Fuchsbandwurm durch systematische Entwurmung der FĂŒchse mit Ködern, die je nach Region von Hand oder per Flugzeug ausgebracht werden. Auch Haustiere sollten von ihren Besitzern regelmĂ€ĂŸig entwurmt werden. Außerdem sollte man seinen Garten möglichst „fuchsunfreundlich“ gestalten und nach der Gartenarbeit seine HĂ€nde grĂŒndlich waschen – dann gibt es zur Brotzeit keine unerwĂŒnschten Beilagen.

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