Käferjagd mit Hunden

Hund und Förster am Baum

Mit ihrer feinen Nase ist Hündin Jule dem Asiatischen Laubholzbockkäfer auf der Spur (Foto: M. Matuschek).

Der Asiatische Laubholzbockkäfer – dieser Quarantäneschädling aus dem Fernen Osten kommt im Verpackungsholz von Importwaren zu uns. Nachgewiesen wurde er unter anderem in Feldkirchen bei München. Um Maßnahmen gegen den Schädling ergreifen zu können, muss er aber geortet werden. Das ist nicht immer einfach und darum holt man sich ganz spezielle Hilfe: auf den Käfer trainierte Spürhunde. So auch im Revier von Michael Matuschek, Revierleiter am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer – kurz auch ALB – ist mittlerweile in Frankreich, Italien, Österreich und in Deutschland nachgewiesen. 2013 wurde ein Befall im Revier von Michael Matuschek belegt. Seither ist der Förster immer wieder mit dem Pflanzenschutzdienst auf der Suche nach dem Schädling. Allerdings sind die Eier und Larven in den Stämmen von außen nur für Experten und auch dann nur zu einem geringen Prozentsatz sichtbar.
Damit das Monitoring effektiver wird, kommen in einem Pilotprojekt vierbeinige Helfer zum Einsatz: speziell ausgebildete Spürhunde. Sie können die Käfer, die Eiablagen, die Larven und deren Gänge sehr gut riechen. So können die Experten mit größerer Sicherheit sagen, ob ein Baum befallen ist oder nicht. Außerdem arbeiten die Tiere viel schneller auf der Fläche als der Mensch. In der gleichen Zeit kann so mehr Holz kontrolliert werden. Ein weiterer Vorteil: Beim Spürhund-Einsatz entstehen geringere Kosten als bei geräteunterstützten Methoden. Die Supernasen sind problemlos zu transportieren, geländegängig und damit örtlich ungebunden, für den Förster also unschlagbar – zumindest bis zu einer Höhe von etwa 2,5 Metern. Benachbarte Eu-Länder setzen die Spürhunde bereits ein, beispielsweise bei phytosanitären Import-Kontrollen. Michael Matuschek war anfangs skeptisch, mittlerweile möchte er die ALB-Hunde in Feldkirchen allerdings nicht mehr missen.
Trotz der hohen Trefferquote der Hunde ist es nötig und gesetzlich vorgeschrieben, die fünf Hauptwirtsbaumarten in einem 100-Meter-Radius um einen befallenen Baum zu fällen, zu hacken und zu verbrennen. Nur so ist es möglich die weitere Verbreitung des ALB zu verhindern.

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