Was steckt in einer Knospe?

Foto: C. Schwab

Im Winter sind unsere Laubbäume kahl. Nichts regt sich bei unseren Waldpflanzen. Aber sobald der Frühling kommt werden die Bäume wieder grün, Laubbäume wie Nadelbäume bilden neue Triebe. Das alles ist nur so schnell möglich, weil die Grundlagen dazu bereits in den Knospen versteckt sind. Wie genau die Knospen der Pflanzen funktionieren, erklärt uns Prof. Dr. Jörg Ewald. Er unterrichtet Botanik und Vegetationskunde an der Fakultät Forst der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.

Kaum werden die Tage länger und die Temperaturen wärmer, regt sich was in der Natur. Auch unsere Waldbäume werden dann wieder aktiv. Sie bilden neue Triebe mit Blättern. Die Grundlagen dafür haben sie schon während der vergangenen Vegetationsperiode geschaffen und in ihren Knospen verpackt. In den eher unscheinbaren Knospen unserer Bäume stecken nämlich die fertigen Triebe für das nächste Jahr. Der Baum muss im Frühjahr nur noch Wasser in die Knospen pumpen, damit sich die dort zusammengedrückten Triebe entfalten können. Gegen äußere Einflüsse sind diese wertvollen Wachstumsanlagen beispielsweise durch die Knospenschuppen geschützt. Dennoch verliert so ein Baum immer wieder die eine oder andere Knospe. Hauptursache ist dabei der Verbiss durch verschiedene Wildarten. Diese knabbern im kargen Winter gerne mal an den eiweißreichen Knospen. Der Baum verliert dadurch seine Investitionen in die Zukunft und wird geschwächt. In der Regel kann er einen Verlust ausgleichen. Allerdings können junge Bäume bei einem Verbiss der Terminalknospe verbuschen. Und ist der Verbissdruck zu stark, kann es auch passieren, dass der eine oder andere Jungbaum abstirbt. Wo sich einmal Knospen befunden haben, kann man an den Ästen dauerhaft an den sogenannten Triebbasisnarben erkennen. Mit ihrer Hilfe lässt sich auch das Alter des Astes bestimmen.

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