Die Lärche – Baum des Jahres 2012

Fotos: C. Schwab (LWF), Archiv LWF,  R. Handke (pixelio), E. Hartmann (pixelio), K.-H. Liebisch (pixelio), R. Sturm (pixelio), Lumbar (wikipedia)

Die Europäische Lärche (Larix decidua) ist der Baum des Jahres 2012. Sie ist unser einziger Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln goldgelb verfärbt und schließlich abwirft. Das ist Teil ihrer Überlebensstrategie, wie uns Erwin Engeßer vom Forstbetrieb Kelheim erklärt. Und er beantwortet uns noch viele andere Fragen zu dieser besonderen Baumart, die zwar überall in Bayern vorkommt, aber nur etwa zwei Prozent der Waldfläche bedeckt.

Die Lärche ist relativ leicht zu erkennen. Ihre Nadeln stehen in Büscheln am Zweig, sind im Frühling hellgrün aber später dunkler und sehr weich. Die vielen kleinen Zapfen sitzen oft nebeneinander am Ast. Die Lärche hat schon relativ früh eine dicke, tiefgefurchte Borke. Im Herbst verfärben sich die Nadeln wunderbar gelb, bevor sie abgeworfen werden. Die Lärche ist unser einziger Nadelbaum, der seine Nadeln im Winter verliert. Eine Ursache dafür ist die Anpassung der Baumart an ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet: die höheren Lagen der Alpen und Karpaten. Dort ist die Lärche einerseits heißen und trockenen Sommern aber andererseits sehr kalten Wintern ausgesetzt. Mit dem Abwurf der Nadeln erhöht die Lärche ihre Frostresistenz. Das ist ein Grund, allerdings konnte noch nicht abschließend geklärt werden, warum die Lärche die Nadeln abwirft. Heute finden wir die Lärche nicht mehr nur im Gebirge, sondern in fast ganz Bayern vor – allerdings auf einer sehr kleinen Fläche. Denn die Lärche benötigt als ausgesprochene Lichtbaumart eine intensive Pflege von Förstern und Waldbesitzern, um mit anderen Baumarten konkurrieren zu können. Bekommt sie diese Pflege, dann ist sie eine sehr gut geeignete Mischbaumart, z.B. zur Buche.

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