Maikäfer flieg – oder besser nicht

Fotos: C. Reichert (LWF), H. Bußler (LWF), J. K. Löckener (wikipedia), B. Kimmel (wikipedia)

Doch die Käfer, kritze, kratze! Kommen schnell aus der Matratze – so beginnt Onkel Fritzens leidvolle Erfahrung mit den Maikäfern, die ihm Max und Moritz eingebrockt haben. Die recht großen, braunen Käfer sind uns schon von klein auf ein Begriff und jeder von uns würde so ein Tierchen erkennen, wenn es ihm in der Natur begegnet. Auffällig ist allerdings, dass es nicht immer Maikäfer zu sehen gibt. Viele glauben sogar, das Insekt wäre bei uns selten geworden. Dem ist aber nicht so.

Der Maikäfer hat seinen Namen von dem Monat, in dem er am häufigsten zu sehen ist. Allerdings gibt es nicht jedes Jahr im Frühjahr Maikäfer – zumindest nicht immer gleich viele. Das liegt daran, dass die Käfer einen drei- bis vierjährigen Entwicklungszyklus durchlaufen. Den Großteil ihres Lebens verbringen sie als sogenannte Engerlinge im Boden. Erst im vierten, und mit der Klimaerwärmung auch immer häufiger schon im dritten Jahr, schlüpfen die Käfer und fliegen aus. Daher findet alle vier Jahre ein sogenanntes Flugjahr statt. Auch 2012 ist es vielerorts in Bayern wieder so weit. Nach dem Ausflug haben die Maikäfer erst mal nur eines im Sinn: Fressen. Daher kann es in solchen Flugjahren zu erheblichen Schäden am Wald durch den Laubfraß der Krabbler kommen. Aber das ist nicht das einzige Problem, das die Käfer dem Wald bereiten. Denn schon als Engerlinge befressen sie die Wurzeln der Waldbäume – vor allem der jungen. Gegen den Feldmaikäfer kann man einen natürlichen Feind, einen Pilz, gut einsetzen. Beim Waldmaikäfer dagegen ist dieser nicht so leicht anwendbar. Wie genau das mit den Maikäfern ist, erklärt uns Manuela Wolf von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft.

Links:

Weitere Beiträge:

Dieser Beitrag wurde unter Alle A-Z, Wald als Lebensraum, Wald und Mensch, Waldschutz abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.