Ozon – oben hui und unten pfui!

Ozon-Molekül

Ozon ist ein Stoff mit zwei Gesichtern: In der Stratosphäre nützlich, unten auf der Erde schädlich.

Ozon – Ozonschicht – UV-Strahlung. Das kennt jeder. Die Ozonschicht filtert die für Mensch und Tier schädliche ultraviolette Strahlung aus dem Sonnenlicht. Aber Ozon ist ein Stoff mit zwei Gesichtern. Denn der dreiatomige Sauerstoff ist zwar in der Stratosphäre nützlich, hier unten auf der Erde aber schädlich – nicht nur für den Wald. Das Reizgas kann bei zu hoher Konzentration Zellen im Körper und in den Blättern von Pflanzen zerstören. Eben oben „hui“ und unten „pfui“.

Ozon ist eine spezielle Form des Luftsauerstoffs. Das Molekül besteht aus drei Sauerstoffatomen und ist sehr instabil und reaktiv. 90 % davon befinden sich in der Stratosphäre (10-50 km Höhe) und bilden die bekannte Ozonschicht. Die restlichen 10 % sind in der Troposphäre, also in der Luft, die wir atmen. So hilfreich das Ozon in der Höhe für uns ist – es filtert dort die für Mensch und Tier gefährliche UV-Strahlung aus dem Sonnenlicht – so schädlich ist es hier unten auf der Erde. Ozon ist ein Reizgas. Atmen wir oder auch die Pflanzen über ihre Atemöffnungen dieses aggressive Gas in zu hohen Konzentrationen ein, können Zellen im Körper und in den Blättern von Pflanzen zerstört werden. Genaueres über dieses zwiespältige Gas erklärt uns Hans-Peter Dietrich. Er ist Fachmann für Luftschadstoffe und Waldschäden an der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF).

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