Kaminöfen richtig heizen

Holz wird zum Heizen immer beliebter (Foto: C. Hautumm, pixelio).

Holz wird zum Heizen immer beliebter (Foto: C. Hautumm, pixelio).

Deutschland verheizt in vierzehn Millionen Kaminöfen jährlich rund dreißig Millionen Festmeter Holz. Neben Wärme entstehen beim Verbrennen von Biomasse aber unter anderem auch gesundheitsschädliche Emissionen. Was man tun muss, um diese möglichst gering zu halten, erklärt uns Markus Schlichter, Technischer Landesinnungswart des Bayerischen Kaminkehrerhandwerks.

Die Nachfrage nach regenerativen Energien und mehr Umweltbewusstsein ist ungebrochen, Tendenz steigend. Bei der Verbrennung von Biomasse können allerdings auch gesundheitsschädliche Emissionen entstehen. Diese als Feinstaub bezeichneten Partikel in der Luft sind „lungengängig“ und können Krebs auslösen. Damit nicht unnötige viele dieser Emissionen entstehen, gilt es beim Beheizen von Kaminöfen einige Punkte zu beachten. Grundlage hierfür bildet die erste Bundesimissionsschutzverordnung. Sie bestimmt, dass der Schornsteinfeger zu prüfen hat, ob sich die Feuerstätte in einem ordnungsgemäßen Zustand befindet, der Brennstoff für die Feuerstätte geeignet ist und der Feuchtegehalt des Brennstoffes den Vorgaben entspricht. Drei Grundvoraussetzungen sorgen dafür, dass Schadstoffe vermieden werden: Die Feuerstätte muss geeignet sein, Feuerstätte und zu beheizende Raumgröße müssen zusammen passen, der richtige Brennstoff muss verwendet werden. Das A und O ist bei Inbetriebnahme eines Kaminofens, die Betriebsanleitung des Herstellers zu beachten. Diese gibt vor, wie viel Brennstoff zu welchem Zeitpunkt aufzulegen und welche Brennstoffmenge vorzuhalten ist. Auch sehr wichtig ist die Lagerung von Scheitholz, Pellets und Hackschnitzeln, damit diese Brennstoffe den maximalen Feuchtegehalt von 25 Prozent nicht überschreiten. Diesen festzustellen ist für den Laien nicht einfach. Der Schornsteinfeger kann diesen mit einer Messung feststellen. Grundsätzlich darf die Feuerstätte vor allem mit Scheitholz nicht überfüllt werden. Außerdem muss die Verbrennungsluftversorgung sichergestellt sein. Gerade beim Anheizen sollte die Verbrennungsluftöffnung der Feuerstätte vollständig geöffnet sein, damit sehr schnell hohe Temperaturen und ein möglichst sauberer, rückstandsarmer Abbrand erreicht werden. Und natürlich sollten ausschließlich zulässige Brennmaterialien verwendet werden, denn Müll kann kein geeigneter Brennstoff sein.

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Ein Kommentar zu Kaminöfen richtig heizen

  1. Wolfgang sagt:

    Nützliche Hinweise, die ich aus eurem Artikel beziehen konnte. Ich denke ich habe wohl auch nicht immer korrekt geheizt. Jetzt bin ich schon etwas schlauer geworden.

    Gruß Wolle

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