Produktionskapital Waldboden

Buchenkeimling

Nachhaltige Waldbewirtschaftung beinhaltet auch den Schutz des Waldbodens und den Erhalt seiner Produktionskraft (Foto: M. BĂĽhner, fotolia).

Der Waldboden ist das Produktionskapital jeder Forstwirtschaft. Der Schutz des Bodens und die Erhaltung seiner Produktionskraft sind daher eine wesentliche Säule nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Mit dem Klimawandel ändern sich auch die Umweltbedingungen hinsichtlich des Bodens. Wie sich diese und die derzeit üblichen Holzernteverfahren auf den Waldboden auswirken, war Thema des 8. Bayerischen Waldbesitzertages.

Der Waldboden dient den Bäumen als zentraler Wasserspeicher, auf den sie in längeren Trockenphasen angewiesen sind. Dieser Speicher ist von Niederschlag und Verdunstungsraten abhängig. Mit dem Klimawandel werden sich die Temperaturen erhöhen und gleichzeitig die Niederschläge in die Wintermonate verschieben. Da stellt sich schon die Frage: Reicht das Wasser? Eine Frage die uns Wolfgang Falk von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) beantwortet hat. Dr. Lothar Zimmermann, ebenfalls Mitarbeiter der LWF, hat sich mit einer anderen Frage zum Thema Boden beschäftigt. Er referierte über eine Untersuchung zum Bodenfrost im Wald. Auf diesen warten Förster und Waldbesitzer im Winter immer sehnsüchtig, wollen sie doch ihr eingeschlagenes Holz bodenschonend aus dem Bestand transportieren. Aber wie oft gibt es diesen Bodenfrost wirklich? Und wann genau ist eigentlich der geeignetste Befahrungszeitpunkt? Abschließend erklärt uns Dr. Christian Kölling von der LWF noch, warum es wichtig ist doch nicht jedes noch so kleine Fitzelchen der Bäume zu nutzen, sonder einen Teil der Biomasse im Bestand zu belassen. Nur so können wir das Produktionskapital Waldboden nachhaltig sichern.

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