Walderlebniszentren in Bayern

Vier Kinder tragen einen dicken Ast

In den waldpädagogischen Bildungseinrichtungen können kleine wie große Besucher den Wald mit allen Sinnen erleben (Foto: C. Schwab).

Ferien – und jetzt? Viele Eltern wollen ihrem Nachwuchs in den Ferien ein abwechslungsreiches Programm bieten. Neben Schwimmbadbesuchen oder Zeltlageraufenthalten ist auch der Wald eine gute Option. Weil aber ein simpler Waldspaziergang für viele Kinder manchmal zu langweilig ist, gibt es verschiedene Walderlebniszentren in Bayern. Bei diesen Einrichtungen der Forstverwaltung können die Besucher den Wald erleben und gleichzeitig spielerisch Wissen erlangen – und das nicht nur in den Ferien. Mehr dazu weiß Sabine Kröger. Sie arbeitet im Referat für Forstliche Forschung und Waldpädagogik am Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Die Revierleiter der Bayerischen Forstverwaltung bieten vor allem für Schulklassen kostenlose Waldführungen an. In Ballungsgebieten können diese Förster aber die Nachfrage oft nicht decken. Hier oder auch in landschaftlich besonders schönen Regionen wurden Walderlebniszentren errichtet, um alle am Wald Interessierte bedienen zu können. Ein Walderlebniszentrum gibt es unter anderem in Grünwald bei München, in Füssen-Ziegelwies, in Schernfeld, Roggenburg, Regensburg, im Gramschatzer Wald bei Würzburg, in Oberschönenfeld und Tennenlohe. Daneben gibt es noch vier weitere waldpädagogische Bildungseinrichtungen: das Steigerwald-Zentrum im Handthal, der WaldErlebnisWald in Grafrath, das Jugendwaldheim in Lauenstein und das Bergwalderlebniszentrum in Ruhpolding. Während im Steigerwald-Zentrum die nachhaltige Waldbewirtschaftung vermittelt wird, sind im WaldErlebnisWald – ein früherer Pflanzgarten – exotische Baumarten zu bestaunen. In Lauenstein und Ruhpolding sind sogar mehrtägige Aufenthalte mit Übernachtung möglich. Hintergrund für die Errichtung der Walderlebniszentren in Bayern ist der Bildungsauftrag im Bayerischen Waldgesetz.
Das waldpädagogische Angebot ist nicht nur für Familien und Kinder, sondern auch für Erwachsene oder beispielsweise Vereinsausflüge interessant. Grundsätzlich sind die Erlebnispfade in den Einrichtungen jederzeit und kostenfrei begehbar. Führungen sind für Schulklassen ebenfalls kostenlos, für Vereine oder ähnliche Gruppen kann diese Dienstleistung eine Kleinigkeit kosten. Im individuellen Programm gibt es neben Schulklassen-, Erwachsenen- und Themenführungen auch Ferienangebote, Kindergeburtstage oder Kurse. Viele Einrichtungen bieten zudem Ausstellungen für die Besucher.
Die Walderlebniszentren sind grundsätzlich unter der Woche geöffnet. Für einen Besuch am Wochenende sollte man sich vorab über Öffnungszeiten und Angebote informieren, zum Beispiel über die Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unter www.stmelf.bayern.de/wald/waldpaedagogik/walderlebniszentren. Die Broschüre zu den Walderlebniszentren können Interessierte im Broschürenportal der Bayerischen Staatsregierung kostenlos herunterladen oder bestellen. Empfehlenswert sind auch die Schwerpunkthefte zu verschiedenen Jahresthemen. Diese stehen ebenfalls kostenlos zur Verfügung und enthalten Aktivitäten für Waldpädagogen, Lehrer und andere Interessierte.

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